knapp vorbei ist auch daneben...

Voller Vorfreude ging es für mich am Mittwoch nach Spanien um dort einen neuerlichen/weiblichen Angriff aufs Limit für die EM zur starten.

Der Flug verlief ohne Probleme und auch das Hotel ist in dem die AthletInnen untergebracht sind ist wahrlich der Hammer! Das Meer in Hörweite und den Fluss vor der Türe, kommt neben der Wettkampfstimmung auch eine große Portion Urlaubsstimmung daher ;)

Das Wetter ist auch eher für einen Urlaub als für ein Langstreckenrennen gedacht, hatte es doch bei unserem Rennen selbst zu der vernünftigen Uhrzeit von 21.00 noch immer etwa 29 Grad. Jetzt um 3.00 nachts kann, wegen normaler Schlaflosigkeit nach dem Rennen, ich noch immer im T-shirt am Balkon sitzen...

Nun aber zum Rennen. Ich war guter Dinge das EM Limit heute bzw gestern abzuhaken und dann gut bis zur EM weiter zu trainieren. Die Beine fühlten sich beim Aufwärmen gut an, meine Stimmung war entschlossen und locker zugleich, das Stadion in Huelva, war auch gut gefüllt. Also eigentlich alles angerichtet für einen guten Lauf.

Taktik von CKi: Ruhig angehen, schnellen letzten km- leichter gesagt als getan...

Der Startschuss fiel und ich kam eigentlich mit relativ wenig Drängeleien in die Gruppe der Verfolgerinnen. Das Tempo war von Beginn an leider etwas zu hoch- also 3:06 statt den angepeilten 3:08 am km. Ich versuchte das Tempo etwas zu drosseln, wurde aber einfach von der Gruppe mitgezogen, hätte ich zu viel herausgenommen wäre ich ziemlich rasch alleine gewesen.

Schon nach km 1 fühlten sich meine Beine ob der Hitze nicht wirklich locker an. Nachdem wir die 3km bei 9:21 passiert hatten, kam dann sprichwörtlich der Mann mit dem Hammer. Vor allem die vorletzte Runde mit 78 Sekunden war sehr sehr bitter. Ich versuchte die ganze Zeit locker, positiv und halbwegs am Tempo zu bleiben, aber die Sekunden verstrichen leider viel zu schnell. Ich konnte zwar am letzten km noch ein paar Läuferinnen einsammeln, denen ging es aber eher noch schlechter als mir...

300m vor dem Ziel war mir dann schon eher klar, dass das nichts mehr mit dem EM Limit werden würde, obwohl Christoph- der als dieses mal in der Rolle des Betreuers an meiner Seite stand, alles gab um mich doch noch schnell ins Ziel zu schreien.

Ich versuchte die letzten 100m noch etwas Zeit herauszuholen aber die Beine wollten leider nicht so ganz wie ich das wollte, rückblickend hätte ich einfach noch mehr versuchen müssen noch einmal durchzuziehen, aber es ging einfach nicht mehr.

Ich rechnete mit einer Zeit um die 15:47, es waren dann genau 15:45,5- 5/10 zu langsam für das EM Limit!! Wirklich bitter!! Aber andererseits bin ich stolz dass ich versucht habe das Beste aus dem heutigen Rennen herauszuholen obwohl meine Tagesverfassung mit Kopfweh vor dem Rennen und Hitze sicher nicht otimal waren, konnte ich trotzdem fast EM Limit laufen aber eben nur fast...

Nachdem ich im Ziel zuerst mal 5 Minuten gebraucht hab um überhaupt wieder aufstehen zu können, mein Kopf dem zerplatzen sehr nahe war, ich alles nur sehr entfernt hörte, ich mich dem Mittagessen sehr gerne entledigt hätte und mein Auslaufen ein traben war kann ich mir in dem Sinne glaub ich auch nichts vorwerfne!

 

Letztes Jahr um die Zeit hätte ich nie gedacht dass ich 2014 15:45,5 laufen kann, also heißt es nun sich nicht zu viel zu Ärger, aber ahhhhhh 5/10....und jetzt mal ein paar Wochen gescheit trainieren und ein neues Rennen suchen. Wird gar nicht so einfach, das das Rennen am 26.6 in Schweden zu einen 10000er umfunktioniert wurde.. Tja wo wir wieder bei Sinnhaftigkeit der Anerkennung von Limits in gemischten Rennen wären....

 

In dem Sinnne genieße ich jetzt noch 2 Tage in Spanien und hoffe, dass ich bald schlafen kann....

 

Alles liebe Jenni

 

 

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